Lego-Treff Alfter & 3D Druck
Technikbegeisterung bei Kindern fördern und erleben
Erfahrungsbericht von Michael Tillmann:
Für mich ist es jedes Mal eine große Freude zu sehen, mit
wie viel Begeisterung die Kinder im LEGO‑Treff Alfter ihrer Fantasie freien
Lauf lassen.
Diesmal gab es ein besonderes Highlight: Zum ersten Mal
haben wir einen 3D‑Drucker eingesetzt und den Kindern gezeigt, wie sie aus
einem einfachen Foto ihr eigenes kleines 3D‑Modell erstellen können.
Oder sie konstruieren mit TinkerCad ihr erstes eigenes 3D‑Modell
– ganz ohne Vorkenntnisse.
Da immer nur eine kleine Gruppe gleichzeitig am 3D‑Drucker arbeiten kann, haben wir für die anderen Kinder parallel weitere Technik‑Projekte vorbereitet. Alle Aktivitäten hatten einen direkten Bezug zum 3D‑Druck und luden zum Ausprobieren ein:
WM‑Orakel 2026 zum Selberbauen
Scherenhubtisch‑Prototyp mit gedruckten Bauteilen
Ferngesteuertes Mecanum‑Fahrzeug – inspiriert vom Mars Rover
Unser Hauptprojekt war das WM‑Orakel 2026 – ein kindgerechtes Modell, das sich später problemlos zu Hause nachbauen lässt.
Weil wir noch nicht über ausreichend kompatible Klemmbausteine verfügen und erst durch diesen Prototyp genau erkennen, welche LEGO‑Liftarme später benötigt werden, haben wir alle Teile zunächst im 3D‑Druck gefertigt. So konnten wir den Kindern anschaulich zeigen, wie ein Orakel funktioniert und wie Zufall und Wahrscheinlichkeit im Alltag eine Rolle spielen.
Da ein vollständiges Modell in nur zweieinhalb Stunden nicht realisierbar ist, haben wir uns für eine vereinfachte Version entschieden. Die KI‑Copilot hat uns dafür eine klare Prinzip‑Skizze erstellt, die den Kindern den Einstieg erleichtert hat.
Die Positionen der Pins haben wir mithilfe der KI‑Copilot ermittelt. Der Abstand ergibt sich aus dem Durchmesser der Kugel plus 2 mm – so rollt sie zuverlässig und bleibt nicht hängen. Gleichzeitig finden die Kinder natürlich auch eigene kreative Wege, ihr Orakel zu gestalten. Ihre Ideen führen oft zu überraschenden und spannenden Varianten.
Für das Orakel brauchten wir noch einen größeren Ball. Doch statt lange zu suchen, nahm ein Junge einfach das iPad und modellierte den Ball eigenständig in TinkerCad. Ein tolles Beispiel dafür, wie schnell Kinder mit digitalen Werkzeugen kreative Lösungen finden.
Scherenhubtisch‑Prototyp mit gedruckten Bauteilen
Die meisten Bauteile des Scherenhubtisches haben wir selbst gedruckt. Dieses Modell zeigt den Kindern sehr anschaulich, wie eine Achse funktioniert – genau wie beim 3D‑Drucker – und wie sich eine horizontale Bewegung auf der Y‑Achse durch Mechanik in eine vertikale Bewegung verwandelt. Besonders spannend wird es später in den MINT‑Fächern, wenn man die Kraft bzw. das Drehmoment des Motors berechnet. Hier gilt das Prinzip: ausprobieren und selbst erfahren.
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